Ausstellungen

Gudrun Schretzmeier: Meine Arbeit
Werkschau 1972 - 2016

Theater, Film/TV, Tanz und Oper

Die Gründerin des Theaterhauses (zusammen mit Peter Grohmann und Werner Schretzmeier) ist seit 5 Jahrzehnten eine der besten deutschen Kostüm- und Bühnenbildnerinnen. Über 160 Produktionen in Film und Fernsehen, Theater, Tanz und Oper tragen ihre Handschrift.
Kann man innerhalb von wenigen Bildern, mit der richtigen Kombination von Hose, Pullover und Accessoires eine ganze Geschichte erzählen? Gudrun Schretzmeier gelingt dies seit mehreren Jahrzehnten. Ästhetisch, mit der nötigen Portion Ironie, schafft sie Bildwelten, die niemals den Darstellern oder Regisseuren die Schau stehlen, sie aber jederzeit unterstützen und ihre Sprache sprechen. Kostüme sind Vertrauenssache. Sie sollen mit ihrer Kraft wie eine zweite Haut durch die Geschichte tragen, so lautet ihr Credo. Die Ausstellung gibt einen Einblick in ihre Arbeit und zeigt einen Auszug ihres vielfältigen Schaffens, Bühnenbildelemente und Originalkostüme aus Film- und Theaterproduktionen sind ebenso ausgestellt wie ihre Arbeitsskizzen, die von der Ideenfindung bis hin zu detaillierten Stoffmustern den Entstehungsprozess eines Kostüms zeigen. Szenenfotos aus ihrem reichhaltigen Schaffen komplettieren die Ausstellung
Einführung: Holger Franke, Theater- und Filmautor und Christian Wagner (Filmregisseur und Drehbuchautor)

 

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Ausstellungseröffnung: 11.12.2016 um 16:30 Uhr
Ausstellung täglich 10:00 Uhr - 21:30 Uhr
Eintritt frei!

 

 
 

Lothar Schiffler - AIRLINES
Vogelspuren in der Luft – Iskiographien

Wer kennt nicht die Sehnsucht, wie ein Vogel durch die Luft zu gleiten? Meist bleibt uns nur das Staunen über die Eleganz eines Adlerfluges oder die Tollkühnheit, mit der Mauersegler über den Himmel jagen.
Die Schönheit dieser Flugbahnen in einem Bild festzuhalten, hat den in Schorndorf geborenen Münchner Photographen Lothar Schiffler über sehr lange Zeit beschäftigt. Aber im Gegensatz zu Langzeitbelichtungen in der Nacht ist es mit Mitteln der Photographie – dem Schreiben mit Licht – nicht möglich, Bewegungen dunkler Objekte vor hellem Grund festzuhalten. Dazu bedarf es des Gegenteils der Photographie, der Iskiographie – dem Schreiben mit Schatten (griechisch: iskios = Schatten). Diesen Begriff aus der Pionierzeit der Photographie benutzt Lothar Schiffler hier in seiner wörtlichen Bedeutung.
Bei zahlreichen Versuchen mit analogen photo- oder filmtechnischen Verfahren erzielte er aber keine brauchbaren Ergebnisse. Erst modernste digitale Photo- und Video-technik sowie spezielle Softwarekomponenten stellten geeignete Werkzeuge bereit, die zum Ziel führten. Diese ermöglichen nun die automatisierte Rekonstruktion von Tausenden von Einzelbildern ausgewählter Videopassagen zum Bild einer Bewegungsspur. Ähnlich den Kondensstreifen eines Flugzeugs zeichnet sich damit der exakte Bewegungsverlauf zum Beispiel eines Vogelfluges als dauerhafte Spur ab. Auf diese Weise entstand eine völlig neue Art der Tierphotographie

Bild oben: AIRLINES XIV-9  - Möwe vor der Silhouette von Korsika - Pomonte - Elba

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Ausstellungseröffnung: 18.9.2016 um 11:30 Uhr
Ausstellung täglich 10:00 Uhr - 21:30 Uhr
Eintritt frei!

 

 
 

BERLINER EAST SIDE MAUERGALERIE
Fotodokumentation von Jo Hinko-Atelier//Kunstwerk Fellbach

Die weltberühmten und einmaligen Berliner Mauerbilder entstanden im Jahr 1990 nach dem Mauerfall  und der Wiedervereinigung  von vielen internationalen Künstlern auf einem verbliebenen Mauer-teilstück   von  1,3 km länge in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg. Die analog aufgenommenen Fotos  sind aus dem Jahr 1991, also noch von den unverfälschten Original-bildern und daher besonders erhaltenswert ,da inzwischen durch Witterungseinflüsse und vor allem durch wüsten Vandalismus  die Mauerbilder bereits zweimal nur notdürftig  restauriert  und keinesfalls mehr im Originalzustand sind. Ein Beispiel vorher/nacher vom Trabi-Durchbruch zeigt dies deutlich.

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Ausstellungseröffnung 10.7. • 11:30h
Ausstellung bis 11. Sept. 2016

Ausstellung tägl.: 10:00h bis 21:30h | Außer an den spielfreien Wochenenden im August und September | Eintritt frei

 

 
 

5 Jahre Kontext — Die Ausstellung

Was wäre Journalismus ohne Bilder? Wahrscheinlich genauso trocken wie Spätzle ohne Soß. Deshalb steckt das Jubiläums-Buch "Kontext! Fünf Jahre couragierter Journalismus" der Wochenzeitung aus Stuttgart auch voller Bilder von Fotografenmeister Joachim E. Röttgers. Der Mann mit dem besonderen Blick ist seit der Gründung der linken Alternative zum medialen Mahlstrom mit an Bord der Kontext. Seinen Werken ist jetzt eine Ausstellung gewidmet. Auf großformatigen Alu-Tafeln zeigen die Motive ein leuchtendes Spektrum politischen Lebens in Baden-Württemberg. Sind Zeugnis eines scharfen Auges für Mensch und Gesellschaft.  Von Flüchtlingen bis zum Urban Gardening. Vom Underground-Punk-Festival bis zum NSU-Komplex. Röttgers ist nicht nur die perfekt abgeschmeckte Soße zum Kontext-Spätzle, sondern auch darüber hinaus ein "Knipser" mit Attitude.

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Vernissage am Sonntag, 29. Mai 2016, 18:30 Uhr
Ausstellung bis Ende Juni

 

 
 

Anatol Kotte: Portraits

Rihanna, John Turturro, Angela Merkel, Martin Kippenberger, Mario Draghi oder auch Miss Piggy verbinden zwei Gemeinsamkeiten: Sie sind weltberühmt und sie standen vor der Kamera von Anatol Kotte. Seine einzigartigen Porträtfotografien kennt man aus dem Time Magazine, der Zeit, dem Stern oder L’Uomo Vogue. Auf den ersten Blick sind Kottes Bilder kühl und distanziert, auf den zweiten emotional und dramatisch. Durch sie kommen die Porträtierten in den Genuss, eine ganz andere Seite von sich zu entdecken. Kotte nähert sich unvoreingenommen, sucht den besonderen Blick, die unerwartete Haltung oder Umgebung – bevorzugt in schwarz-weiß, immer bewegend. 2015 erschien sein umfangreicher Porträtband „Iconication“ (Hatje Cantz).

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Ausstellungseröffnung: 10.4.2016; 11:30 Uhr
Ausstellungsdauer:

 

ULRICH ZEH: Sportbilder 1985/2016
Aus Anlass des 70sten Geburtstages

Im Herbst 1985, also kurz vor meinem 40. Geburtstag rief mich Werner Schretzmeier an und fragte mich ob ich die kahlen Wände des Theaterhauses in Stuttgart- Wangen mit einer Ausstellung meiner Bilder füllen könnte. Für mich bot sich damals die Gelegenheit meine neuen, aktuellen, großformatigen Sportbilder zu zeigen. Diese Bilder griffen ein Thema auf, das mich Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre rein zeichnerisch und druckgrafisch intensiv beschäftigt hatte.
Es gab also am 22. September eine Ausstellungseröffnung; Reihard Döhl führte ein.
Jetzt sind runde dreißig Jahre vergangen und ich habe Werner Schretzmeier gefragt ob ich - als Resümee meiner Arbeit - dreißig Jahre später, also zu meinem siebzigsten Geburtstag im Theaterhaus, jetzt auf dem Pragsattel, wieder Sportbilder zeigen könnte - nachdem ich meinen sechzigsten Geburtstag schon an diesem Ort mit einer Ausstellung gefeiert hatte.

Begrüßung: Detlef Franke | Einführung: Hanns Frericks

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Ausstellungseröffnung: So 17.1.2016 • 11:30h
Ausstellung bis Anfang März 2016
tägl.: 10:00h bis 21:30h
Eintritt frei

 

 
 

MEIN CAIRO - MYCAI

Kairo nennt sich „Mutter der Welt“. Demnach wären alle anderen Städte ihre Kinder. Kairo – die Ur-Stadt. Dabei besteht sie in Wirklichkeit aus mehreren Städten. Jedes Viertel ist eine Insel für sich, jede Straße versucht sich von der Nachbarstraße ein wenig abzugrenzen. Kairo wächst und wächst. Die Fotografien von Barbara Armbruster und Hala Elkoussy spüren viele unbekannte Seiten der Megalopolis Kairo auf – Exotisches in den islamischen Vierteln, Modernes bei der Tahrir-Platz-Jugend bis hin zu Erdrückendem in den gigantischen Trabantenstädten, die sich wie Gürtel um die historisch gewachsene Stadt legen. Die Fotografien zeigen das Alltagsleben einer Stadt, die mit ihren 15 bis 20 Millionen Einwohnern sprichwörtlich aus allen Nähten platzt und kaum noch regierbar, geschweige denn gestaltbar ist. Wie leben die Menschen in diesem „Moloch“? Die ergänzenden Texte verschiedener Autorinnen und Autoren aus dem Buch MYCAI geben vielfältige Antworten auf diese existenzielle Frage.

Herausgeber: Jörg Armbruster und Suleman Taufiq
Fotos: Barbara Armbruster, Hala Elkoussy | Erschienen bei Edition Esefeld & Traub

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Ausstellungseröffnung
So 1.11. • 11:30h

Ausstellungsdauer: 1.11.2015 - 10.1.2016

Einführung durch Jörg Armbruster und Suleman Taufiq

Eintritt frei

 

 
 

Griechenland – Quo Vadis?

Griechenland – Quo Vadis?

 

Wohin geht die Reise? Welch ein dramatisches Jahr für Griechenland: Wahlen, gescheiterte EU-Verhandlungen, Übergangsregierung, Neuwahlen am 20. September. Europa hat sich von seinen humanistischen Wertekanon verabschiedet und zeigt sich zunehmend von seiner unmenschlichen Seite. Griechenland ist gefangen in gegenseitigen Schuldzuweisungen, einer fadenscheinigen Rettung (der Banken statt der Menschen), zunehmender Verarmung - Stillstand auf praktisch allen Ebenen. Vor diesem Hintergrund ist Griechenland in einer doppelten Opferrolle: seit Antritt der Syriza-Regierung noch zusätzlich diffamiert mit einer überwiegend verleumderischen schwarz-weiß Darstellung in den Mainstream-Medien (v.a. in Deutschland, Osteuropa und Finnland).

 

Die Photographien des Kulturwissenschaftlers und Ethnologen Herbert Grammatikopoulos versuchen dieses Griechenlandbild wieder zu korrigieren: im Wechsel zwischen dem ‚Schönen‘ - dem touristischen Blick auf das grandiose kulturelle Erbe und Landschaften einerseits, und Szenen aus dem Alltag von Menschen, zufälligen Begegnungen und Graffitos.

 

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Ausstellungseröffnung: So 13.9.2015 • 11:30h

Ausstellung tägl.: 10:00h bis 21:30h bis Ende Oktober 2015

Eintritt frei

 

LAZI AKADEMIE WERKSCHAU: Ein visuelles Debüt

Bei der Fotodesign - Ausbildung an der Lazi Akademie in Esslingen trifft Kreativität auf Professionalität. Hier entsteht Fotodesign, das nicht nur schön ist, sondern vor allem aus einem konzeptionellen Grundgedanken heraus entwickelt wurde. Die Werke sind darauf ausgelegt eine Werbebotschaft, eine Emotion oder gar ein Lebensgefühl zu transportieren. Das Niveau der visuellen Kommunikation ist dabei stets anspruchsvoll und äußerst vielseitig.
Im Zeitraum eines Jahres haben 10 junge Fotodesigner an ihren Abschlussarbeiten gefeilt. Dabei sind über 500 unterschiedliche Fotografien, der Bereiche Food, Stillife, People, Beauty, Akt, Fashion, Lifestyle, Landscape und Transportation, entstanden. Eine Auswahl der schönsten und außergewöhnlichsten Fotografien aus ihren Portfolios zeigen die diesjährigen Lazi - Akademie Absolventen in einer gemeinsamen Fotoausstellung.

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Ausstellung vom 20.7.2015 - 2.9.2015

 

Regina Brocke: Tanz und Schauspiel im Theaterhaus

Seit ihrem Bestehen begleitet Regina Brocke fotografisch die Theaterhaus-Tanzcompany Gauthier Dance. Zu deren fünfjährigen Jubiläum wurde im Juli 2012 die Ausstellung „5 Jahre Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart“ präsentiert.
Nun, im Rahmen des 30-jährigen Bestehens des Theaterhaus findet im oberen Foyer die Fotoausstellung über neun gemeinsame Jahre – Tanz und Schauspiel – auf dem Pragsattel statt. Hier zeigt Regina Brocke neben ihren Tanzfotografien auch die Werke, die für und mit dem Schauspielensemble des Theaterhauses entstanden sind.

 

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Ausstellungseröffnung: 3.5.2015; 11:30 Uhr
Ausstellungsdauer: 3.5. - 12.7.2015

 

 
 

Ausstellung: HERBERT JOOS - Jazz und anderes

Der in Karlsruhe geborene Herbert JOOS ist ein grandioser deutscher Jazztrompeter, der auch gerne mal zum Flügelhorn greift. Mit seinen weit gespannten Klangbildern gehört er zur Spitzengruppe europäischer Jazzmusiker und Jazzkomponisten. Joos ist aber auch ein begnadeter Grafiker und Maler. Seine Musikerportraits haben ihn auch außerhalb der Jazzszene bekannt gemacht.Als Graphiker arbeitet Joos häufig auf der Grundlage hart kontrastierter Fotografien. Als Maler gestaltet er – meist großformatige – Bilder auf Leinwand, die impressionistische Kombinationen von kräftigen Flächen und zarten Linien sind. Viele seinerWerke wurden in Zeitschriften und Büchern veröffentlicht.

Einführende Worte zur Ausstellungseröffnung durch den Jazzfotografen JÖRG BECKER, von dem auch einige Fotografien aus Herbert Joos’ musikalischen Leben, das er seit 1970 fotografisch begleitet, zu sehen sein werden.

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Ausstellungseröffnung 22.3.; 11:30 Uhr
Ausstellungsdauer: 22.3. - ?

 

Fridhelm Volk: In Memoriam - Wege

„Wegebilder sind schon von sich aus etwas Besonderes. Sie haben eine spezielle Affinität zu der aus einer unendlichen Bilderflut bestehenden persönlichen Wahrnehmung. Alle äußeren Erscheinungen, der Baum, der Berg, die Wolken, die Blume, das Meer, sind natürlich nichts anderes als Projektionen der Seelenverfassung nach außen. Aber der Weg beziehungsweise sein künstlerisches Abbild scheint mir zu den ganz wenigen essentiellen Grundstrukturen zu gehören, aus denen die Seele zusammengesetzt ist, vergleichbar mit der einzigartigen Wertigkeit von einer Handvoll Nukleinsäuren was die Gesamtheit des Lebendigen betrifft. Die Abbilder des Weges, wie sie Fridhelm Volk gelingen, treffen zutiefst in die Ichheit der Seele hinein. Den Berg, den ungeheuer großen, kann ich eventuell nicht erklimmen, das Meer nicht befahren, auf der Wolke nicht fliegen.  Aber die „Wege“ Fridhelm Volks treffen die Singularität, den ganz persönlichen, intimen Einzelnen.  Die Seele, sagen diese Bilder, ist ein einsamer Wanderer. Da ist der Anfang und da ist das Ende, sagen sie. Sie sind schwarz-weiß aber gar nicht trist. Sie sind eine Einladung und der Punkt, wo sie verschwinden zaubert ein irgendwie verrücktes Lächeln auf unser Gesicht. Keiner ist unterwegs auf ihnen, aber ich sehe schon meinen Fuß, der auf den ersten Stein trifft oder seine Spur in den Lehmboden drücken wird. Keiner ist unterwegs auf ihnen, aber jeder einzelne kennt ihn, weil er auf ihm gegangen ist oder weil er schon immer die große Sehnsucht hat, auf ihm zu gehen. Man könnte ihn jetzt betreten, man könnte die zwanzig oder dreißig oder hundert Meter auf ihm gehen und würde dann die viel- wenn nicht allesversprechende Biegung erreichen, hinter der einen der überraschende, ja erlößende Anblick von nie Gesehenem erwartet: Das Leben. Fridhelm Volk gelingt es in phantastischer Weise, das Menschengemäße des Abgebildeten zu offenbaren. Die Seele des Betrachters wird in den Bann der Erkennens und in den Strudel einer tief sehnsüchtigen Neugier hineingezogen.“ Udo O. Rabsch

Ausstellungseröffnung So 8. Februar … 11:30h
Eröffnungsrede: Udo Rabsch
Ausstellung bis Mi 25. März 2015
tägl.:10:00h bis 21:30h

 

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Ausstellungseröffnung: 8.2. 11:30 Uhr

 

Andreas „Bär“ Läsker – Galerie Wachen Auges

Andreas „Bär“ Läsker, kurz… der Bär. Man kennt den 1,93 Mann nicht nur in Stuttgart. Immerhin war er einer der Discjockey-Urgesteine in der legendären „Boa“, und er ist seit 1989 Manager der Fantastischen Vier. Der 51-Jährige macht mit seiner Firma „musikwirtschaft.de GmbH“ nicht nur das Management der Fantas, er betreut auch 80er-Legende John Watts, besser bekannt als Frontmann der Band Fischer Z, arbeitet mit den Brüdern Wingenfelder der ehemaligen Band „Fury in the Slaughterhouse“, der Band „Phrasenmäher“, seinen neuesten Schützlingen „Kaiser Franz Josef“ aus Österreich und dem Schweizer Superstar „Seven“. Weiter ist Läsker ambitionierter veganer Hobbykoch und Buchautor und veröffentlicht im Dezember 2014 sein Buch „No Need For Meat - oder: Vegan ist, wenn man trotzdem lacht“.
 
Überdies ist der Stuttgarter Allrounder professioneller Fotograf und geht auch hier seine eigenen kreativen Wege. Seine Arbeiten stellt Läsker unter dem Motto „Galerie Wachen Auges“ aus, zuletzt in der Mercedes-Benz-Niederlassung in Stuttgart. Auch das neu gestaltete Apartmenthaus „0711 Suites“ in der Hauptstätter Straße 63 wurde komplett mit Bildern aus seiner geliebten Leica ausgestattet. Läsker: „Fotografie war mein ursprünglicher Berufswunsch. Ich fotografiere sehr ambitioniert seit meinem 15. Lebensjahr. Dass ich meine beiden grossen Leidenschaften, die Musik und die Fotografie, heute beruflich ausüben und sehr oft auch miteinander verbinden kann, betrachte ich als großes Geschenk.“
 
„Galerie Wachen Auges“ ist keine einfache Kunstgalerie. „Galerie Wachen Auges“ ist ein allumfassendes Konzept, das niemanden ausschließt, sondern jeden anspricht. Läskers Motive erfordern ein waches Auge, vom Fotografen und vom Betrachter. Das jahrzehntelang geschulte Auge des Fotografen findet auch im kleinsten Detail eine passende Geschichte. Die Motive zeichnen ein neues Bild alltäglicher Dinge – Dinge, die stillhalten. Still sind. Und somit stillen Stil haben?
 
www.galerie-wachen-auges.de

 

Weitere Informationen
Austellungseröffnung: 7.12. um 11:30 Uhr

 

"Gegenlicht 21 - Fotografen sehen Stuttgart 21"

"Gegenlicht 21" ist ein Netzwerk engagierter Fotografen, die unter diesem Namen einen künstlerischen Beitrag zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung um "Stuttgart 21" leisten.

Unser wichtigstes Mittel ist das Bild. Individuelle Positionen verschiedener Foto-Autoren stellen unterschiedliche Aspekte des Themas dar. So öffnen wir eine Vielzahl von Zugängen und Perspektiven. Ganz bewusst machen wir diese Angebote im öffentlichen Raum, sehr gerne auf Straßen und Plätzen, wo wir unsere Bilder auf dem Boden auslegen, um Passanten zur Auseinandersetzung mit der Materie einzuladen. Neben den großformatigen Drucken auf dem Boden bieten wir dieselben Motive auf kostenlosen Postkarten zum Mitnehmen an. Rückseitig sind die Postkarten mit gut recherchierten Informationsbeiträgen zu dem Projekt Stuttgart 21 versehen. Parallel dazu haben wir eine größere Auswahl an Motiven auf die gleichnamige
Website Gegenlicht 21 gestellt. Eine projizierbare Version unserer Bilder ermöglicht Präsentationen bei Dunkelheit und ist für nichtkommerzielle Veranstaltungen kostenlos bei uns erhältlich.

Mit unseren öffentlichen Präsentationen eröffnen wir einen Spielraum für persönliche Begegnungen und Gespräche. Wir betrachten "Gegenlicht 21" als eine Soziale Plastik im Sinne von Joseph Beuys.

"Gegenlicht 21" ist unabhängig von politischen Parteien, jedweden Organisationen und externen Geldgebern. Alle mitwirkenden Fotografen finanzieren ihre Aktivität selbst und verpflichten sich zur praktischen Mitarbeit.
"Gegenlicht 21" wurde bisher gezeigt im Straßenraum von Stuttgart, Tübingen und auf dem Potsdamer Platz in Berlin, sowie als Galerie-Ausstellung im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart.

www.gegenlicht21.de

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Ausstellungseröffnung: So. 7.9 • 11:00h

 

 
 

MINHASP/Mein São Paulo
Hrsg. Ronald Grätz

mit der "Academia de Capoeira Fellbach" (Tanz) und der Sängerin Cristina Marques

M I N H A S P - Mein São Paulo ist nach New York, Moskau, Aleppo und Tokio der fünfte Band in der Reihe der Stadtlesebücher zu internationalen Metropolen in der edition esefeld & traub. Die Photos zweier Reportage-Photographen aus Deutschland (Britta Radike) und Brasilien (Iatã Cannabrava), die 2011 aufgenommen wurden, zeigen das breite Spektrum des Lebens in São Paulo, die Anstrengung seiner Bewohner zu (über-)leben, aber auch das Talent, alles zu einem meist guten Ende zu führen. Sie versuchen die faszinierende Dynamik und schier endlose Energie, die in der Stadt spürbar ist, ebenso zu erfassen wie das unerträgliche Verkehrschaos, aber auch die Rückzugsorte ihrer Einwohner. Bei aller Kritik ist „Sampa" für viele seiner Bewohner die wunderbarste Stadt der Welt. São Paulo hat etwas, das man erfahren muss:
Dies zu beschreiben ist das Ziel des Bandes.

72 Autorinnen und Autoren - ungefähr zur Hälfte aus Brasilien und aus Deutschland - haben einen Beitrag zu einem der Photos verfasst. Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen und Berufen, mit verschiedenen Erfahrungswelten und Lebenswirklichkeiten, denen eines gemeinsam ist - ein bewusstes Verhältnis zur Stadt. Daraus entstand ein vielfältiges und spannendes Stadtportrait in persönlichen Geschichten, Erlebnissen und Gefühlen, in denen sich die Besonderheiten São Paulos zeigen und sich ein Puzzle der Stadt zusammensetzt.
www.edition-et.de


Cristina Marques (Gesang)

Die gebürtige Brasilianerin Cristina Marques singt und begleitet sich selbst auf der Gitarre. Sie präsentiert die Musik ihrer Heimat absolut authentisch, temperamentvoll und lebensfroh. Aus ihrem Solo-Programm wird Cristina Marques Lieder aus verschiedenen Epochen und Regionen Brasiliens wie auch Stücke von Tom Jobim, Caetano Veloso, Gilberto Gil und anderen Vertretern der Musica Popular Brasileira singen.

www.cristina-marques.com

Capoeira-Vorführung

Die brasilianische Kampfkunst Capoeira vereint Kampf, Tanz und Akrobatik. Zusammen mit der Musik wirkt Capoeira auf den Zuschauer wie eine mitreißende Ballung an Energie und atemberaubenden Bewegungen. Die Capoeiristas spielen miteinander in einer Roda (der rituelle Kreis, in dem die Capoeira passiert). Ein Capoeiraspiel ist, wie der Name schon sagt, ein Spiel, gleichzeitig jedoch ein Kampf, der durch tänzerische und akrobatische Bewegungen getarnt wird. In der Capoeira vereinen sich Spaß und Ernst - Glück und Gefahr - Tanz und Kampf. Die Gruppe Quilombolas de Luz Capoeira möchte diese so widersprüchliche Kunstform präsentieren. Vertreten wird die Gruppe von Capoeiristas aus Sao Paulo und Capoeiristas der Academia de Capoeira Fellbach.

www.capoeira-fellbach.de

Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung: So 1.6.2014 • 11:30h
mit der "Academia de Capoeira Fellbach" (Tanz) und der Sängerin Cristina Marques

Ausstellung bis 31. Juli täglich 10:00h - 21:30h
Eintritt frei!



 

CORINNA NAGEL: Auf, die Blaue! von Klaus Teichmann
noch bis zum 28.05.14 12:00 Uhr

Die Stuttgarter Kickers und 100 Jahre Fußballkultur auf der Waldau
Fast ein Jahr war die Fotografin Corinna Nagel auf Spurensuche nach der ganz speziellen blauen Fußball-Kultur unter dem Fernsehturm. Seit 1905 spielen die Stuttgarter Kickers in Degerloch. Immer an derselben Stelle, aber in einem sich stets verändernden Stadion. Im Jahre 2014 steht wieder eine Zäsur an. Die 1975 erbaute Haupttribüne wird abgerissen und durch ein modernes Bauwerk ersetzt. Corinna Nagel hat mit ihren Fotografien das Stadion auf der Waldau noch einmal von allen Seiten ausgeleuchtet und einen bleibenden Erinnerungsschatz mit viel Liebe zum Detail an das „Kickers-Plätzle“ in seiner jetzigen Form geschaffen.

 

Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung: So 4.5. • 11:30h
Eintritt frei
Ausstellung bis 28. Mai 12:00h

 

Wanderausstellung: Die Opfer des NSU - und die Aufarbeitung der Verbrechen

Eine Auseinandersetzung mit den Verbrechen des NSU in den Jahren 2000 bis 2007 sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung.

Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung: 24.4.2014 um 17:00 Uhr.
Ausstellungsdauer: 24.4. - 2.5.2014
täglich 10:00 Uhr bis 21:30 Uhr

 

 
 

DIE SCHWABEN: MIT CARTOONS VON MARIO LARS UND TEXTEN VON ULRICH KIENZLE

Der mehrfach ausgezeichnete „taz“-Karikaturist Mario Lars hat eine Serie von humorvollen und pointierten Cartoons über die Geschichte der Schwaben vorgelegt. Entstanden sind diese Werke für Ulrich Kienzles seriös recherchierte und faszinierend geschriebene Betrachtung „Die Schwaben“, die als Buch und als Wandkalender erschienen ist. Nun sind diese Cartoons erstmals in einer Ausstellung zu sehen, die gemeinsam mit den Texten von Ulrich Kienzle ab 1. Februar 2014 im Stuttgarter Theaterhaus auf eine Reise durch die schwäbische Geschichte einlädt.

Mario Lars und Ulrich Kienzle betrachten die Staufer, die Hohenzoller und die Fugger. Sie beschäftigen sich mit Oberschwaben und Badenern. Und sie widerlegen in Wort und Bild die These von Ex-Ministerpräsident Lothar Späth, der Spartrieb der Schwaben sei stärker als ihr Sexualtrieb. Mario Lars, der unter anderem in der "taz", im Internet bei "Spiegel online" und in Zeitschriften wie "Eulenspiegel" und "Titanic" veröffentlicht, ist dabei mit seinen Cartoons ebenso wundervoll respektlos wie Ulrich Kienzle – und trifft trotz seiner norddeutschen Wurzeln genau in das schwäbische Humorzentrum.

Weitere Informationen
Ab 1.2.2014 täglich bis 26.3.2014: 10.00 — 21.30h
Eintritt frei

 

 
 

Mein Tokio – Eine Stadt, erlebt in zwei unterschiedlichen Epochen

Im Sommer 1953, nach dem Waffenstillstand des Korea-Krieges und wenige Jahre nach dem Abwurf der ersten Atombombe über Hiroshima, reiste die junge Innenarchitektin Martha Villiger nach dem fernen Tokio mit der Aufgabe, eine Ausstellung über französische Kunst und Architektur vorzubereiten. Dabei versuchte sie, die Eindrücke während ihres einjährigen Aufenthaltes in mehr als 300 Schwarzweiß-Photos festzuhalten, von denen ca. 50 in das Buch aufgenommen wurden. Fast genau 60 Jahre später, kurz vor dem Erdbeben und der Atomkatastrophe von Fukushima, übernahm die junge deutsch-japanische Architektin Naomi Hanakata den Auftrag, das Leben der Tokioter Bevölkerung, wie es sich heute zwischen Tradition und Moderne bewegt, in ihren Farbbildern festzuhalten.
Unter dem Eindruck und als Antwort auf die beiden unterschiedlichen Photo-Kollektionen haben mehr als 50 Autoren aus aller Welt ihre Gedanken und Erinnerungen an das heutige und das ehemalige Tokio aufgezeichnet, ihre Erinnerungen als Bewohner oder Besucher, als Arbeitende oder Beobachter. Mit den Photos und den Textbeiträgen, die aus den unterschiedlichen Blickwinkeln von zwei jungen Frauen und ausgewählten Autoren entstanden sind, wird der Versuch gewagt, das frühe und das heutige Tokio, seine Vielfältigkeit und seine Geheimnisse, aber auch seine menschlichen und banalen Seiten zu zeigen."
www.edition-et.de

 

Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung: 8.12.; 11:30 Uhr
täglich bis 29.1.2014: 10.00 — 21.30h

 

 
 

EUGENIO GHERARDI ANGIOLINI - Le donne nella Resistenza

Der Stuttgarter Friedenspreis 2013 geht an Enio Mancini und Enrico Pieri, die die Auszeichnung am 10. November 2013 im Theaterhaus stellvertretend für ihre Gemeinde Sant` Anna di Stazzema
entgegennehmen. In Sant` Anna ermordete die Waffen-SS im August 1944 mehr als 560 Menschen – vorwiegend Kinder, Frauen und Ältere. Dieses Massaker war nur eines von vielen, die die Deutschen im 2. Weltkrieg verübten.
Die Ausstellung ist das Gegenstück zum Leiden und Sterben der Wehrlosen: Die Porträts von Eugenio Gherardi Angiolini setzen den italienischen Frauen in der Resistenza ein Denkmal. Ohne die Frauen wäre der Widerstand gegen die deutsche Besatzungsmacht zusammengebrochen.
Die Frauen sind das Gegenbild zu einer bäuerlichen, kinderreichen „mamma“ und dem gewünschten typisch italienischen Frauenbild. Sie erteilen als politische Persönlichkeiten dem faschistischen Modell eine Absage – die Teilnahme an der Resistenza ist ihre konsequente und logische Folgerung. Die Gegnerinnen des Regimes sind in jeder sozialen Schicht zu finden, sie stellen einen Querschnitt durch die gesamte italienische Bevölkerung dar.

Weitere Informationen
Do 7.11. bis 1.12. | tägl. 10:00h - 21:30h
Finissage mit Texten aus dem Widerstand:
So 1.12. • 11:00h
Eintritt frei

 

 
 

Herbert Grammatikopoulos: Transit Tibet

Der westliche Blick auf das "Dach der Welt" ist geprägt von Mythen, Exotismen und Projektionen, von politischer und religiös motivierter Propaganda.

Während China die Befreiung von der Leibeigenschaft und die technischen Errungenschaften und somit den Anschluss Tibets an die Moderne und das 21.Jahrhundert preist, beklagen Traditionalisten und Klerikale die damit einhergehende Verletzung der Menschenrechte und Zerstörung der tibetischen Kultur. In diesem Spannungsfeld kommen die vor Ort lebenden Menschen kaum je zu Wort. Selten wird die Frage nach den tatsächlichen, alltäglichen Lebensbedingungen in dieser extremen und rauen Umwelt gestellt. Und was bewirken welche Veränderungen?

 

Die Exponate des Stuttgarter Kulturwissenschaftlers und Ethnologen Herbert Grammatikopoulos umfassen vier Themenblöcke:

Landschaftsaufnahmen vermitteln Eindrücke der grandiosen, die wenigen Menschen umgebenden Raums, und deren ästhetische Anziehungskraft, die so ursächlich als vielfältige Projektionsfläche dient. Daran schließen sich Momentaufnahmen religiöser Riten und aus dem Alltag von Mönchen und Pilgern an. Der dritte Block besteht aus Aufnahmen der mittelalterlichen Stadtanlagen und Details der kunstvollen klerikalen Architektur.  Der vierte Block schließlich zeigt Szenen aus dem alltäglichen Leben im Transit von einer traditionellen Lebensweise zu einer "modernen" und den daraus resultierenden, gelegentlich kurios anmutenden Widersprüchen.

 

 Die Photographien entstanden auf Reisen, während er mehrere Jahre im benachbarten Nepal lebte.

Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung: 15.9.2013; 11:30Uhr
Ausstellungsdauer: 15.9.-10.11.2013
täglich von 10:00 Uhr - 21:30 Uhr

 

 
 

JOSH VON STAUDACH: Penny Lane and Surroundings

360° Fotografie auf den Spuren der Beatles

„Yeah! Yeah! Yeah!“
Der Stuttgarter Fotograf und Fab Four-Fan Josh von Staudach bringt die berühmteste Boyband der Welt nach Stuttgart. Passend zum 50jährigen Jubiläum des ersten Beatles- Albums „Please Please Me“ und des damit verbundenen internationalen Durchbruchs zeigt das Theaterhaus über 20 seiner 360-Grad Panoramafotografien, die sich allesamt mit den Wirkungsorten und Songtiteln der Pilzköpfe beschäftigen.
Es sind gleichermaßen Dokumentationen einer Pilgerreise, erzählerische Augenkitzel und Verweise auf die Vergänglichkeit allen Seins. 2010 bereiste Josh von Staudach mit seiner speziellen Panorama-Ausrüstung jene Orte in Liverpool und London, an denen die Musiker gelebt und gearbeitet haben. Die Exponate zeigen private Lebensstationen, Drehorte, Stadträume, Zebrastreifen, jeweils mitsamt der unmittelbaren Umgebung — und sorgen so für wohlige Déjà-vu-Gewitter in unserem kollektiven Bildgedächtnis. Texttafeln klären über die Geschichte des Ortes auf und werden zum Begleiter auf der Zeitreise.

Als Kern der Ausstellung sind erstmals 12 Motive der „Songtitel-Edition“ zu sehen, die in einem Spiel von Schärfe und Unschärfe die größten Hits der Beatles illustrieren.
Marko Schacher | Schacher — Raum für Kunst

 

Begrüßung: Werner Schretzmeier; Einführung: Andreas Langen
Musikalische Umrahmung: The Appleseeds (Beatles Coverband)


Mit freundlicher Unterstützung von www.ccs-digital.de und www.prolab.de

Weitere Informationen und Exponate-Vorschau unter www.beatles360.de

Weitere Informationen
2.6. - 8.9.

Ausstellungseröffnung: So 2.6. • 11:30h


Künstlergespräch mit Josh von Staudach und Marko Schacher, Galerist und Kurator:
So 23.6.2013 • 11.30h

 

 
 

MEIN ALEPPO - 5000 Jahre Stadtkultur (in Gefahr)

Immer dramatischere Bilder und Berichte über den Bürgerkrieg in Syrien und das damit verursachte Leid in der dort lebenden Bevölkerung erreichen uns. In dieser Not und Verzweiflung der Menschen erscheint die Gefahr der Zerstörung einer Stadtkultur mit ihrer Vielzahl an historischen Monumenten, die bis ins 3. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung zurückreichen, eher zweitrangig. Aber gerade die traditionellen Handelszentren der heutigen großen Metropole Aleppo mit ihren engen lokalen wie regionalen ökonomischen Verflechtungen, sowie das Zusammenleben unterschiedlicher Ethnien und Religionsgruppen in den dichten Stadtquartieren zeugt von der historischen Bedeutung Syriens, von der Geschichte einer Region, die mit unserer europäischen Geschichte sehr viel gemeinsam hat, nicht nur in der Vergangenheit sondern vor allem in der Gegenwart und Zukunft. Die Bedrohung und Zerstörung aber auch die Potentiale dieses kulturellen Erbes einer der ältesten Städte der Welt öffentlich zu machen, ist Ziel dieser Veranstaltung und Ausstellung.

Präsentiert werden eine Auswahl an Photos und Texten aus dem Band „Mein Aleppo“ aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg, es werden Auszüge aus der Veröffentlichung „The Aleppo Archive“ (2013) aber auch aktuelle Bilder der Zerstörung gezeigt. Die Ausstellung wird realisiert von „Edition Esefeld & Traub“

Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung: So 24.3., 11:30 Uhr

 

ROTRAITS - Fotografische Liebeserklärung an Stuttgart
Großformatige Fotos von Silvie Brucklacher-Gunzenhäußer im Theaterhaus

Seit 2003 fotografiert sie langjährige Wegbegleiter, Prominente aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft, Kunst und Kultur. Und unbekannte, selbstbewusste eigenwillige Persönlichkeiten aus dem Leben dieser Stadt. Seit Jahrzehnten ist die ausgebildete Fotografin mit Stuttgart verwachsen und als Stylistin  weit in der Welt herumgereist; hat die Schönen und Superschönen fotografiert und ist immer wieder gerne zurückgekommen in ihr Stuttgart. Die Stadt mit dem unverwechselbaren Lebensgefühl wird sich in den nächsten 30 Jahren zu der liebenswertesten Stadt in Deutschland entwickeln, da ist sie sich ganz sicher, die Fotografin. 

 

ROTRAITS VON SILVIE BRUCKLACHER-GUNZENHÄUßER

www.silvie.brucklacher.com       silvie@brucklacher.com

 

GROßFORMATIGE  BILDER VOR ROT

 

 

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AUSSTELLUNGSDAUER VOM 04.02.2013 -16.03.2013
MIDI-SAGE AM SONNTAG 24.02.2013, 11.30 UHR

 

Axel Clesle: Par – Terre, City Visions und andere Projekte
Fotografie - Zeichnung von Axel Clesle.

Par-Terre" sind Fotografien, die sowohl als Teil einer Wandinstallation, als auch als Einzelbilder gesehen werden können. Der verstorbene Stuttgarter Galerist H. – J. Müller hatte diese Bilder kurz vor seinem Tod in Auftrag gegeben. Sie wurden bisher noch keinem größeren Publikum gezeigt. Die Fotografien aus der Serie „arme Ritter“ zeigen Situationen aus dem Ritter-Museum Waldenbuch. Sie schließen ab mit kurzen Text-Beiträgen die, den Slogan „Quadratisch-Praktisch-Gut“ und Schokolade assoziieren. Die Zeichnungen aus der Serie „City Visions“ sind Kritzeleien, die in der Gesamtansicht Bilder futuristischer Städte und Landschaften ergeben. Sie wurden bisher noch nicht gezeigt.

Die „Ammonitischen Zeichnungen“ sind Frottagen, die in der Assoziation eine archaische Welt widerspiegeln. Die Zeichnungen „Schenkelfüsslers armlose Welt“ sind Textbilder aus dem soeben erschienenen gleichnamigen Buch. Das besondere daran sind kurze Verfilmungen, die so im Bereich Trickfilm noch nicht gemacht wurden. Sie werden bei der Ausstellungseröffnung gezeigt.

Axel Clesle ist Autor, Künstler und Regisseur und wurde für seine Theaterproduktionen mit Jugendlichen ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Stuttgart.

Einführung: Manfred Naegele | Musikalische Umrahmung: Wolfgang Schmid

 

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Ausstellungseröffnung: So 9.12. • 11:30h
Ausstellung: So 9.12.2012 bis So 27.1.2013

Eintritt frei!

 

 
 

Fridhelm Volk: Modefotografie der 60er und 70er Jahre

In den 60er und 70er Jahren war der Stuttgarter Fotograf Fridhelm Volk einer der bedeutendsten Modefotografen in Deutschland. Aus dieser Epoche der Auf- und Umbrüche stammen die mehr als 60 Fotografien, die in dieser Ausstellung erstmals gezeigt werden. Es handelt sich ausschließlich um Vintageprints aus dem Nachlass von Fridhelm Volk, der kürzlich verstorben ist. Sie geben Einblicke in das vielseitige lichtbildnerische Können des Fotografen und zeigen, wie sich gesellschaftliche Veränderungen in der Mode widerspiegeln.

Ausstellungseröffnung: Sonntag, 7. Oktober 2012, 11.30 Uhr

Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung: Sonntag, 7. Oktober 2012, 11.30 Uhr
Ausstellungsdauer: 7.10.2012 - 2.12.2012

 

 
 

REGINA BROCKE FOTOS - 5 Jahre Gauthier Dance

Regina Brocke hat die Theaterhaus-Tanzcompany Gauthier Dance seit ihrem Bestehen fotografisch begleitet. Zum fünfjährigen Jubiläum stellt das Theaterhaus Stuttgart erstmals eine Gauthier Dance Werkschau mit ihren Bildern aus.

Seit Christian Spuck die Fotos von Regina Brocke vor elf Jahren entdeckte, begleitet sie seine Arbeit mit der Kamera, ganz gleich, ob er am Royal Ballet of Flanders, am Nationalballett Oslo oder, wie 2007, am Theaterhaus Stuttgart choreographiert. Eric Gauthier und die Theaterhausleitung zeigten sich beeindruckt von ihren Momentaufnahmen und so wurde sie die offizielle Fotografin für das gesamte Gauthier Dance Repertoire und in jüngster Zeit auch für die Theaterhaus-Schauspielproduktionen.

Die Ausstellung gewährt einen umfangreichen Einblick sowohl in die zurückliegenden fünf Jahre der Tanzfotografie für Gauthier Dance, als auch in die junge Geschichte der inzwischen international erfolgreichen Theaterhaus-Tanzcompany.

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Ausstellungseröffnung So 8.7. • 11:30h
Ausstellung tägl.: 10:00h bis 21:30h

Eintritt frei!

 

Atelier am Westkai - UferLos

Sie stehen am Hafenkai, zwischen Containertürmen, Schrottbergen, Lagerhallen und Anlegestelle; die Augen verfolgen Schiffe, Hafenbahn und Lkws – dieses unaufhörliche An und Ab, dieses Kommen und Gehen, den hektischen Transport.

Das prägt. Das verändert. Das lässt der Phantasie freien Lauf: Leinen los, und mit Pinsel, Spachtel und Stift ab in die große weite Welt. Die Gedanken folgen dem Transportgut, bleiben auf freier Strecke hängen, suchen das Detail am Wegrand, das Offene am Horizont.

6 Frauen sind verwurzelt im Hafen, in ihrem Atelier am Westkai. Ihre Arbeiten aber haben sich losgelöst vom Ufer wie die täglich durchgeschleuste Ware.

 

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Ausstellungseröffnung: 6.5.2012 11:30 Uhr
Ausstellungsdauer: 6.5. -

 

 
 

HERBERT JOOS

Der in Karlsruhe geborene Herbert JOOS ist ein grandioser deutscher Jazztrompeter, der auch gerne mal zum Flügelhorn greift. Mit seinen weit gespannten Klangbildern gehört er zur Spitzengruppe europäischer Jazzmusiker und Jazzkomponisten. Joos ist aber auch ein begnadeter Grafiker und Maler. Seine Musikerportraits haben ihn auch außerhalb der Jazzszene bekannt gemacht.Als Graphiker arbeitet Joos häufig auf der Grundlage hart kontrastierten Fotografien. Als Maler gestaltet er – meist großformatige – Bilder auf Leinwand, die impressionistische Kombinationen von kräftigen Flächen und zarten Linien sind. Viele seiner Werke wurden in Zeitschriften und Büchern veröffentlicht.

Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung: Herbert JOOS (tp) und Frank KURUC (g) spielen Titel aus ihrem Album SEVEN DUETS.

Die Presse schreibt über dieses Album: „Herausgekommen ist eine wunderbare Aufnahme voller Intimität und Schönheit. Der luftige Ton der Trompete und die sehr rhythmisch orientierte Begleitung der Gitarre verschmelzen zu einer Einheit, so als hätten sie auf dieses Zusammentreffen schon viel zu lange gewartet. Ein Muss nicht nur für Herbert Joos Fans!“

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Ausstellungseröffnung: Fr 6.4. • 11:30h
Ausstellung ab 6.4. tägl.: 10:00h bis 21:30h

 

 
 

NACHTZUG – Spuren der Raumzeit
LichtBilder von Lothar Schiffler

NACHTZUG – ein Wort, das vielen Romanen, Filmen oder Songs einen geheimnisvollem Beiklang verleiht. Aber es sind nicht abenteuerliche Geschichten in Zügen, die den - in Schorndorf geborenen - Münchner Photographen Lothar Schiffler fesseln. Ihn faszinieren die Lichter der Städte und Landschaften, die beim Blick aus dem Fenster vorüberziehen. Mit Belichtungszeiten bis über eine Stunde registriert ein kontinuierlich bewegter Film einer Spezialkamera scheinbar abstrakte Spuren in den unterschiedlich¬sten Formen, Farben und Strukturen. Gelegentlich tauchen im Geflecht sich überlagernder Lichtspuren schemenhaft Gebäude oder Leuchtreklamen auf und erlauben so, konkrete Orte zu identifizieren. Auf Schiffen in den Kanälen Venedigs entstand eine Aufnahmeserie von geradezu mathematischer Musikalität.

Seit der Erfindung der Photographie war immer eines ihrer zentralen Ziele, die Dimension der Zeit, d.h. die Belichtungsdauer auf ein Minimum zu reduzieren.
Mit dem Projekt NACHTZUG – Spuren der Raumzeit, möchte Lothar Schiffler der vierten Dimension wieder mehr Raum in der Photographie geben und so Zeit in einzelnen Bildern sichtbar machen.
www.nachtzug.org

"Die Ausstellung überzeugt durch so Noch-Nicht-Gesehenes, 
 was allein schon ein Kunststück in der Kunst ist. Dass das Neue auch noch schön ist - ohne bieder zu sein -
 abstrakt mit einem Kitzel des Konkreten, schafft eine wunderbare, 
spannende Atmosphäre der Bilder."
Adrian Prechtel, Abendzeitung München

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vom 5. Feb. - 18. März im Theaterhaus
täglich von 10:00 Uhr - 21:30 Uhr

Ausstellungseröffnung: 5.2.; 11:30 Uhr

 

 
 

Hier drin ist eine Welt für sich - Fotoausstellung über das Mineralbad Berg

„Hier drin ist eine Welt für sich"
Im Mineralbad Berg zelebriert Stuttgart seinen Hang zum Schrägen

Das Stuttgarter Mineralbad Berg ist eine Institution - 1856 eröffnete der einstige königliche Hofgärtner Friedrich Neuner das älteste Schwimmbad Stuttgarts. Da gibt es das Fenstermosaik des Künstlers Max Ackermann im Eingangsbereich und die Skulpturen auf der Liegewiese. Doch zum Gesamtkunstwerk machen das Traditionsbad erst seine Besucher. Da sind die vielen älteren Dauergäste  - 65 Jahre soll das Durchschnittsalter sein. Eindrücklich demonstrieren die „Bergianer", dass Lebenskunst und Genuß freilich auch in Stuttgart seinen Platz hat. Überregional mag es überraschen - erst bei der Protestbewegung gegen Stuttgart 21 stolperten wieder viele Berichterstatter verwundert über ihre eigenen Stuttgart-Klischees - , doch im Berg wird seit Jahrzehnten ein herrlicher Hedonismus gelebt.
Zudem haben längst auch Stuttgarts Kreative und Szenegänger das Bad für sich entdeckt - der Charme früherer Jahrzehnte rezipieren sie als Retro-Schick abseits des Mainstreams. Dominik Thewes hat mit vielen Farbfotografien auf rund 150 Seiten abgebildet, was das Berg ausmacht - es sind die vielen kleinen Details wie Duschbrausen mit Zugtechnik, ein nostalgischer Charme scheinbar längst vergangener Tage. Und eben die Berg-Orginale, Persönlichkeiten mit unglaublichen Biografien. Der Autor Klaus Teichmann hat sich mit vielen „Bergianern" unterhalten und sie gefragt, was sie denn genau so an ihrem „Neuner" lieben und hier schon alles erlebt haben. Herr Berg war etwa schon vor rund 70 Jahren hier und beschreibt seine Kindheitserinnerungen im zerbombten Bad der 40er Jahre. Der Theaterhaus-Kulturmanager Michael Fohler hat das Berg in den 70er Jahren erlebt. Stammgast Bruno Stickroth hat noch einmal seine Erlebnisse als Filmstar und Dressman erzählt - und wie er Elvis einst die Haare geschnitten hat. Jede Szene, die das zuweilen etwas skurrile „Bergvolk" ausmacht, wird stellvertretend über eine Person dargestellt - die Schwulenszene, die unermüdlichen Winterschwimmer, die Mimen aus dem Staststheater oder etwa auch die Clique der Stuttgarter Wirte der In-Läden.

„Hier drin ist eine Welt für sich". Im Mineralbad Berg zelebriert Stuttgart seinen Hang zum Schrägen; Schmetterling Verlag; 144 Seiten: 29,80 Euro.

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Ausstellungseröffnung: 4.12.; 11:30 Uhr
Ausstellungsdauer: 4.12.2011 - 20.01.2012

 

SARAH TABEA MEIER - BELARUSSOWNA

2010, Sarah Tabea Meier

»In der Jugend sind wir erstaunlicherweise am glücklichsten. Erstaunlich deshalb, weil wir es irgendwie schaffen, trotz der Abgeschlossenheit unseres Landes, trotz materieller Schwierigkeiten, trotz der Vorurteile, die es in unserer Gesellschaft gibt und die unsere Persönlichkeiten so sehr einengen, trotz der Tatsache, dass wir oft vollständig auf uns allein gestellt sind und keinerlei Unterstützung bekommen, voller Pläne, Träume und neuer Ideen zu sein. Wir eröffnen uns unsere Wege selbst und legen unsere eigenen kleinen Pfade an. Auch unseren Lebensraum erschaffen wir selbst, pflegen ihn beständig und versuchen fortwährend, ihn auszugestalten und zu verschönern. Oft haben wir Angst, dass wir irgendetwas nicht schaffen. Aber wir fassen uns ein Herz und tun es trotzdem.

Wir wohnen in kleinen Wohnungen, besitzen nur das Nötigste. Vieles können wir uns nicht leisten. Trotzdem lösen wir Tag für Tag die vielen alltäglichen Probleme—nicht nur unsere eigenen, sondern auch die unserer Familie und unserer Kinder. Doch wir beschweren uns nicht, sondern lassen es geschehen und werden durch all dies nur stärker und stärker.

Wir sind sehr unterschiedlich. Natürlich sind wir manchmal auch schwach und am Boden zerstört. Doch wir richten uns fast immer wieder auf und arbeiten zielgerichtet an unserem Leben weiter. Einem Leben, das so gestaltet werden möchte, wie unser Innerstes es aus uns herausbringt.

Wir sind talentiert. Wir schreiben Gedichte, tanzen, malen, singen, erzählen Geschichten und lesen. Wir schaffen Vieles. Wir haben unsere starke Tradition und unsere genauso starken Vorurteile. Wir manövrieren unser Leben täglich aufs Neue zwischen gesellschaftlichen Anforderungen und privaten Notwendigkeiten hindurch. Oft geben wir der Familie die Priorität. Familie ist für viele von uns die Grundlage des Lebens, die weibliche Art der Selbstverwirklichung und ein anhaltendes Lebensideal.

Diese Arbeit ist eine fragmentartige Sammlung verschiedener junger Schicksale. Es enthält viele Gedanken und Offenbarungen—Ein kleiner Spiegel Weißrusslands und seine Reflexion in den Augen von Frauen«.

– Volja Vituschka

 

Sarah Tabea Meier – zur Person

Die Arbeiten der Fotografin Sarah Tabea Meier (*1984) bewegen sich an der Schnittstelle von Portrait- und Dokumentarfotografie. Im Sommer 2010 schloss sie ihr Studium der Fotografie an der FH Bielefeld mit der Portrait-Arbeit »Belarussowna« ab.

Während zahlreicher Reisen in Osteuropa und auf dem Balkan ist das Interesse an Belarus (Weißrussland) als ein im »Westen« annähernd unbekanntes Land beständig gewachsen. Für ihre Diplom-Arbeit hat Sarah Tabea Meier schließlich einen Monat in unterschiedlichen Regionen dieses Landes verbracht, mit dem Ziel, mehr über die Generation der 20-30-jährigen Frauen zu erfahren. Dies ist nicht nur die Altersklasse, der die Künstlerin selbst angehört. Es ist auch die erste Generation, die nicht mehr in der Sowjetunion aufwuchs und sozialisiert wurde. Vielmehr wurde sie durch Internet, Filme und Magazine erstmals mit anderen, westlichen, Lebensentwürfen konfrontiert und befindet sich nicht nur zwischen Tradition und Moderne im eigenen Land, sondern muss sich auch zwischen den Kulturen von Ost und West verorten.

Aus dem mitgebrachten Bild- und Textmaterial sind anschließend eine Buchpublikation sowie eine Ausstellung entstanden. In dieser ausführlichen Form mit über 30 Exponaten ist die Arbeit erstmals im Theaterhaus Stuttgart zu sehen.

 Sarah Tabea Meier lebt und arbeitet zurzeit in Bielefeld und Hamburg.

 

Weitere Informationen
Ausstellung: 3.Oktober 2011 – 30. November 2011 | 10:00h bis 21:30h
Vernissage: 3. Oktober 2011 | 11:30h

 

CANA YILMAZ - "Stuttgart Straßenfotografie"

"Es gibt Tage, da empfindet man die einfache Tatsache des Sehens wie ein wahres Glück", so der französische Fotograf Robert Doisneau.  "Stuttgart Straßenfotografie" ist die Fotosammlung von Cana Yilmaz, die sich aufmachte, um das Alltagsleben in Stuttgart zu beobachten und zu ‚sehen’.  Entstanden sind atmosphärische Detail-Aufnahmen von kleinen und großen Momenten. Stuttgart ist eine wunderschöne Stadt und doch sind es die Menschen, die Tiere, die kleinen, manchmal unscheinbaren Dinge des Alltags, die dieser Stadt eine besondere Liebenswürdigkeit verleihen. Ihnen ist diese Fotoausstellung gewidmet.

 

Weitere Informationen
Ausstellung: 3.Juli 2011 – 28.September 2011 | 10:00h bis 21:30h
Vernissage: 3.Juli 2011 | 11:30h

 

TOM BUNK: Quantoons
metaphysikalische Cartoons

Tomas Bunk ist Zeichner und Maler. Er studierte in Hamburg Bühnenbild und Bildende Kunst. Bereits in den 1970ern erschienen seine Comics  regelmäßig in deutschen Satire-Zeitschriften (z.B. Pardon).1983 zog es ihn nach New York, wo er anfangs für Art Spiegelman’s  RAW und - bis heute - für das MAD Magazin arbeitet(e). Die über 50 handgezeichneten QUANTOONS schuf er 1991-2001 für die Schülerzeitschrift Quantum. Voller Humor und wissenschaftlich korrekt inszeniert der Künstler seine hintersinnigen Geschichten auf der Bühne des physikalischen Welttheaters.

Ausstellungseröffnung: 8. Mai • 11:30h
Ausstellung: 8. Mai  bis 29. Juni 2011 | 10:00h bis 21:30h    

 

Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung: 8. Mai • 11:30h
Ausstellung: 8. Mai bis 29. Juni 2011 | 10:00h bis 21:30h

 

Ausstellung: 25 Jahre Theaterhaus Jazz
Fotografische Impressionen von JÖRG BECKER

Seit über 40 Jahren beobachtet Jörg Becker für Fach- und Tageszeitungen die Jazzscene vor und hinter der Bühne. So auch seit 25 Jahren den Jazz im Theaterhaus, bei dem viele bedeutende Jazzgrößen gespielt haben, auch viele die hier erstmals vor großem Publikum auftreten durften. Diese Ausstellung zeigt einen kleinen Querschnitt seines Schaffens. Gegliedert ist die Ausstellung zum einem in eine Zeitschiene, um so die ganze Bandbreite der musikalischen Highlights darzustellen. Zum anderen präsentiert er die Legenden und demgegenüber die „Jungen  Talente“. Dann im Mittelpunkt das United Jazz & Rock Ensemble – die Band der Bandleader. Und zum Abschluss gibt er einen kleinen Einblick  hinter die Bühne, wo man besonders die einzigartige Atmosphäre dieses Hauses spüren kann. Jörg Becker DGPh lebt und arbeitet in Ditzingen bei Stuttgart.

Für diese Präsentation und Realisation waren mitverantwortlich: Heinz Frank vom Förderverein Theaterhaus | Frank Lang, Museum- und Ausstellungsplanung Vaihingen/Enz | Kommunikationsdesign Dierk Ott, Kornwestheim | Alexander Stöckle vom Fachlabor Prolab Stuttgart.

 

Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung: So 13.3.2011; 11:00h
Ausstellung: Mo 14.3.2011 bis ?.4.2011 | 10:00h bis 21:30h

Eintritt frei!

 

Elisa Rössler: Dream baby, dream
Die Kunst des Graffitis oder Küss mich Zombie

Erinnert euch an den berühmtesten Schrei der Geschichte des Kinos: die Nahaufnahme des Gesichts der Mutter in Eisensteins Potemkin (1925). Was diesen Schrei so schrecklich für uns macht, ist, dass er stumm ist. Wir müssen ihn mit unseren Augen hören. Dream baby, dream ist die Fotosammlung von Graffitis, die Elisa Rössler in Barcelona und Stuttgart gemacht hat. Sie hat nicht versucht die Graf-fitis mit eigenen Augen, mit der Kamera zu sehen. Sie versuchte die erlöschenden Stimmen, die stummen Schreie, mit ihren Augen zu hören. Ein Baby hört auch die Stimme der Mutter mit den Au-gen. Wenn wir mit unseren Augen hören könnten, dann, und vielleicht nur dann, könnten wir auf die Ankunft des edlen Tages der Gerechtigkeit hoffen. Der Tag, an dem der Himmel ganz leer und weiß sein wird und Gott zum ersten Mal weiß, dass er nicht existiert.

 

Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung: 9.1.2011; 11:30 Uhr

 

ZAM HELGA - Black Waterside
Stuttgart, Schwarzer Donnerstag

Foto-Mahn-Ausstellung - Fine Art auf Heraklith

One morning fair I took the air, that hung about black waterside (Bert Jansch) ..... und dann wurde aus dem friedlichen Morgen ein schwarzer Tag, an dem für viele Menschen ein weiteres Stück Vertrauen in eine großartige Errungenschaft der Menschheit, der Demokratie, zerbrach.
„Ich stürzte mich wie viele andere, bei den ersten Meldungen über den Einsatz von Wasserwerfern in den Zug Richtung Stuttgart, um nach meiner Tochter zu schauen, die sich dort aufhielt und fand mich plötzlich inmitten eines tragischen Schauspiels ... und hielt mich einzig nur noch am Auslöser der Kamera fest. In den Tagen und Wochen danach wurde mir klar, dass es auf diesen Bildern nicht mehr um die Frage nach Inhalten gehen kann, sondern dass sie vor allem eines zeigen: Eine Ordnungsmaschinerie mit Gewaltmonopol, gegen friedliche Bürger – aber auch instrumentalisierte Menschen unter schwarzen Rüstungen gegen ungeschützte Menschen.
„Black Waterside“ will die Fronten nicht weiter verhärten, aber soll die bedrückende Situation an diesem Tag allen nahe bringen, die selbst nicht dabei waren und auch denen, die daran beteiligt waren noch einmal vor Augen führen: So etwas darf nicht noch einmal geschehen!“

Zam Helga


Eröffnungsrede: Irme Schaber
Musik: Daniel Kartmann, Rüdiger Kurz und Zam Helga

 

Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung: 12.12.; 11:30

Ausstellung: 12.12.2010 - 6.1.2011
10:00h - 21:30h

Eintritt frei!

 

Internationale Plakatausstellung der AnStifter

Gegen Krieg und Gewalt
Für Toleranz und Menschenwürde

Es sprechen Barbara Heuss-Czisch und Heidemarie Roth

 

Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung: So 21.11.; 14:30
Ausstellung: 21.11. - 5.12.2010; 10:00 - 21:30

Eintritt frei!

 

FRIEDER GRINDLER - Plakate

Vielleicht ist Frieder Grindler mithin einer der wenigen international reputierten, viel mehr als zwei Hände voll mögen es in Deutschland  nicht sein, der mit so strikter Konsequenz aus seiner Neigung zum kulturellen Plakat Profession machte. In den letzten 40 Jahren entstehen rund 300 Plakate für Theater und andere Kultureinrichtungen. Angefangen bei dem kleinen Tübinger  Zimmertheater werden grofle Bühnen, wie Staatstheater Darmstadt,  Düsseldorfer Schauspielhaus, Staatstheater Karlsruhe, Staatstheater  Dortmund, Nationaltheater Mannheim, Staatstheater Stuttgart und andere  auf Grindler aufmerksam, suchen die Zusammenarbeit mit ihm. Die Aufnahme 1976  in die „Alliance Graphique International“, in der sich weltweit die Elite der Grafik Designer findet, bestätigt neben einer Reihe weiterer Auszeichnungen, z.B. die Goldmedaille bei der  Plakatbiennale in Warschau, der Grand Prix auf der Triennale in Lahti, Finnland, die Toulouse Lautrec Medaille, Frieder Grindlers  internationale Statur.
JACQUES METZLER

 

Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung: 3.10. |11:30h
Ausstellung: 3.10. bis 17.11. | 10:00h bis 21:30h
Eintritt frei

 

Meinrad Heck u. Peter Maurer: SÜDAFRIKA
Wir weinen nicht, wir singen

Südafrika ist eines der schönsten Länder der Erde und Kapstadt eine der schönsten Städte auf diesem Planeten. Der nächtliche Blick auf den Tafelberg und die glitzernde City in der Bucht rauben manchen Besuchern bisweilen den Atem – und ein Blick hinter diese und andere so traumhafte Kulissen schon mal den Schlaf. Doch Land und Leute lassen sich weder auf wunderbare Safaris und Sonnenuntergänge noch auf Kriminalität oder die Aids-Katastrophe reduzieren. Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika und ganz sicher auch danach, lohnt sich ein intensiverer Blick auf das Land am Kap der guten Hoffnung. Die Fotografen Meinrad Heck und Peter Maurer sind auf eine Entdeckungsreise von Mensch zu Mensch gegangen. Sie haben Träumer und Denker getroffen, Künstler und Überlebenskünstler, sie haben Optimisten besucht, aber auch Verzweifelte und die Welt, in der sie leben. „Südafrika – Wir weinen nicht, wir singen“, heißt ihr Fotobuch mit zahlreichen Kurzgeschichten, das Anfang Mai im artur.Verlag Kirchentellinsfurt erschienen ist. (www.artur-verlag.de). Jetzt haben sie eine Fotoausstellung konzipiert, 50 großformatige Color- und Duotone-Fotos werden zu sehen sein.

Die beiden Journalisten und Fotoreporter Meinrad Heck und Peter Maurer kennen das Land seit Jahrzehnten. Meinrad Heck ist in Deutschland vielfach preisgekrönter Journalist und Buchautor, der seit 20 Jahren ans Kap reist. Peter Maurer ist in der DDR aufgewachsen, war dort aus politischen Gründen elf Monate in Haft, war in die Bundesrepublik gekommen, dort freier Journalist und Fotograf gewesen und 1986 nach Südafrika ausgewandert.

 

Weitere Informationen
Vernissage: So 11.7., 11:30h

Ausstellung in der Theaterhaus Galerie vom 11.7. –12.9. 2010

Täglich geöffnet von 10:00h – 21:30h

 

Thierry Buysse: PRIPYAT - CHERNOBYL
Photographs 2008 – 2009

Am 26. April 1986 explodierte der Reaktor Nr. 4 in der Kernkraftanlage Tschernobyl in der Ukraine. Seit dieser Zeit steht das Areal unter Sonderbewachung des Militärs, der Reaktor-Rest ist mit einem rissig werdenden Betonsarkophag notdürftig eingeschlossen. In die wenig bis mäßig verstrahlten Gebiete dieser „Verbotenen-Zone“ kann man mit Genehmigung reisen. Gleich zweimal, 2008 und 2009, hat der junge belgische Fotograf Thierry Buysse sich auf den Weg dorthin gemacht. Seine Bilder berichten von einem Ort voll von der Abwesenheit seiner vormals über 50 000 Bewohner, der zunehmend zurückerobert wird von Fauna und Flora. Sie zeigen ein makabres Szenario, verursacht durch eine unglaubliche Kombination menschlichen Versagens.

 

Weitere Informationen
Vernissage: So 9.5., 11:30h

Ausstellung in der Theaterhaus Galerie vom 9.5. –27.6. 2010

Täglich geöffnet von 10:00h – 21:30h

 

Herbert Joos - Jazz und Grafik als kreatives Miteinander

Herbert Joos studierte Flügelhorn, Trompete und Bass, und spielte auch auf dem Baritonhorn und dem Alphorn. Seit Mitte der 60er Jahre gehörte er verschiedenen Jazzformationen an und spielte auf internationalen Festivals. Außerdem leitete er sein eigenes Quartett und Orchester, machte mit seinem Solo-Album "The Philosophy of the Flügelhorn" auf sich aufmerksam. Die meiste Anerkennung erfuhr er während der 1980er als Mitglied des Vienna Art Orchestra. Sein warmer, kräftiger Sound und der romantisch-impressionistische Einfluss, kombiniert mit der Affinität freier Improvisationen sind seine besonderen Kennzeichen in der europäischen Jazzszene.

Als Grafiker arbeitet Herbert Joos auf der Grundlage von hart kontrastierten Fotografien. Einem breiten Publikum sind seine Musikerportraits (z.B. von Miles Davis) bekannt geworden, die häufig auch auf verschiedenen Titelblättern von Jazz-zeitschriften abgedruckt wurden und werden. Zudem ist der Musiker und Grafiker auch als erfolgreicher Buchillustrator tätig.

Augenfällig sind seine ineinander verschachtelten, meist skizzenhaft hin geworfenen Portraits der darzustellenden Personen aus Pop, Rock und Jazz, oder aus der Geistes- und Naturwissenschaft. Immer ist es der analytisch aufmerksame Blick des Künstlers Herbert Joos, der schließlich die dargestellte Prominenz aus der Historie zurück ins lebendige Bewusstsein des Betrachters holt. Beinahe hört man die Musik, die Songs, den Rhythmus der jeweilige Pop-Giants, erinnert sich an längst vergrabene Geschichte und Geschichten. Der unglaublich dynamische Zeichenstrich im spielerischen Wechsel zur gemalten Fläche und der bisweilen mutig gewählte Farbeinsatz schaffen Bilder, die erzählen können, weil sie etwas zu erzählen haben.

Ist es aktiv gespielte Jazzmusik oder sind es grafisch filigran gestaltete, meist großformatig angelegte Portrait-Puzzles, die den Grafiker Herbert Joos so vital erscheinen lassen? Vermutlich ist es die spürbar gewordene ge- und erlebte Spannung zwischen beiden Welten, die der Maler so überzeugend zu illustrieren weiss.

 

Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung: 28.3.; 11:30

Ausstellung in der Theaterhaus Galerie vom 28.3. – 2.5.2010

Täglich geöffnet von 10:00h – 21:30h

 

Matthias Schwelm: NACHTS UNTER BÄUMEN

Die Ausstellung „Nachts unter Bäumen“ zeigt eine Auswahl aus über 1000 Bildern, die innerhalb der letzten 3 Jahre auf nächtlichen Streifzügen im Höhenpark Killesberg entstanden sind. Die Langzeitbelichtungen offenbaren einen unbekannten Blick auf die Natur bei Nacht im Wechsel der Jahreszeiten. Ein komplexes Spiel von Licht, Schatten und Farbe. Die Fotografien sind ein Bekenntnis zur Erhabenheit der Natur und erzählen Geschichten vom Schicksal das Mensch und Natur miteinander teilen.

Matthias Schwelm, geb. 1978 in Berlin, ist Regiestudent der Filmakademie Baden-Württemberg und lebt in Stuttgart.

 

Weitere Informationen
Vernissage: So 14.2., 11:30h

Ausstellung in der Theaterhaus Galerie vom 14.2. –20.3. 2010

Täglich geöffnet von 10:00h – 21:30h

 

Weg=Stücke – eine Reise von Lissabon nach Warschau
Fotoplastiken von Klaudia Dietewich

Klaudia Dietewich ist eine Spurensucherin. Sie fotografiert vor allem Straßenspuren, die anschließend bearbeitet und durch die Wahl des Ausschnitts und den Grad der Vergrößerung verändert werden. Durch die Reduktion und Transformation gewinnen ihre „Weg=Stücke“ eine neue Qualität der Abstraktion. Aus Spuren und Eindrücken, gesammelt 2007 auf
einer 7000 km langen Radreise von Lissabon nach Warschau, entstanden die gezeigten Fotoplastiken und Unikatdrucke. Die Werke thematisieren Wahrnehmung und Veränderung. Im Zentrum stehen dabei Zeichen menschlichen Handelns und die Frage, was bleibt, von uns und von der Welt, wie wir sie kennen. Im Fehlerhaften, im Geflickten zeigt sich das
eigentlich Schöne und so zieht Klaudia Dietewich eine Parallele vom allmählichen Verschwinden der eingefangenen Spuren zu unserer eigenen Existenz. Ihre Arbeiten sind Übergänge zwischen dem unbeachteten Alltäglichen hin zu aus ihrer Zufälligkeit herausgehobenen Ikonen, die beim Betrachter ein Gefühl von Vertrautheit auslösen. Fotoimpressionen auf dem
Weg durch 13 Länder laden zum Mitreisen ein.


Einführung: Stefanie Sauerhöfer, Kunsthistorikerin

 

 

Weitere Informationen
Ausstellung:
So 6.12. 11:30h
bis 22.01.2010
Ausstellung täglich geöffnet von 10:00h – 21:30h

http://www.theaterhaus.com/theaterhaus//http://www.klaudiadietewich.de/

 

Axel Teichmann: BLINDFLUG
Außergewöhnliche Werkschau eines Stuttgarter Künstlers

In Axel Teichmanns Acrylgemälden steht der moderne Mensch im Mittelpunkt.
Umgeben von technischen Geräten, grafischen oder virtuellen Elementen und rätselhaften Objekten, ringt er um Kontrolle über die von ihm selbst erschaffene Welt. In seinem Weiterkommen steuert der Mensch mit ganzer Kraft in eine bestimmte Richtung und muss dabei immer mehr Verantwortung abgeben.
Ein aufregender, aber riskanter BLINDFLUG.
 
Gekonnt hinterfragt Axel Teichmann die Rolle der Technik und des modernen Fortschritts; ein hochaktuelles und zugleich faszinierendes Thema, welches der Künstler aus unterschiedlichen Perspektiven erfasst und in neue Zusammenhänge bringt. Mit seinem Sinn für fein ausgearbeitete Figuren, ausgewählten Farb- und Formkompositionen verbinden Teichmanns Bildwelten handwerkliche Perfektion mit künstlerischer Virtuosität und Ästhetik.
 
Axel Teichmanns Gemälde und Zeichnungen überraschen, verwundern und erschüttern zugleich. Auch beim zweiten Blick bleibt ein Spannungsverhältnis zurück, das den Betrachter fasziniert und aufwühlt. Bildwelten, die beeindrucken und die Moderne Kunst bereichern.
 
 
Axel Teichmann
Der 1974 geborene Künstler studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, unter anderem bei Moritz Baumgartl und Niklaus Troxler. Im Jahr 2000 gewann der Künstler den Sonderpreis beim Bildwettbewerb der Gemeinde St. Moritz.
 
In letzter Zeit fanden große Solo-Shows in Galerien in Basel, Stuttgart und Bad Waldsee statt. Bilder Axel Teichmanns sind in prominenten Sammlungen in Deutschland und der Schweiz vertreten.
 
 
Einführung: Vera Schuck
 
Ausstellungseröffnung: So 4.10. €  11:30h So 4.10. ­ So 29.11. 2009 € tägl. 10:00h bis 21:30h
 
 

 
Abbildung: GEBET 2009, 120 x 100 cm, Acryl/Leinwand

 

Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung: So 4.10.; 11:30h
So 4.10. -­ So 29.11. 2009 tägl. 10:00h bis 21:30h

 

FRIDHELM VOLK: Fotoreise - Auf den Spuren von J.G. Seume

Im Dezember 1801 bricht Johann Gottfried Seume zu seinem berühmten „Spaziergang nach Syrakus“ auf. Er reist über Prag, Wien, Venedig und Neapel nach Syrakus und wieder zurück nach Grimma über Rom, Zürich und Paris.
Jedoch reiste er nicht, wie damals üblich, mit der Postkutsche sondern zu Fuß. Neben Goethes „Italienischer Reise“ zählt Seumes Buch zu einem der wichtigsten Reiseberichte des 19. Jahrhunderts. 200 Jahre später dokumentiert Fridhelm Volk die Stationen dieser Reise in zeitlosen schwarz-weiß Fotografien: Bilder, wie sie Seume gesehen haben könnte...

„...Fern vom Tourismusprospekt gelangen Volk großformatige schwarz-weiß Aufnahmen, die durch klarsichtige Raumkomposition, fein gezeichnete Details, sattes Winterweiß und Graugradationen bestechen.“ FRANKFURTER ALLGEMEINE

„...Den Jahreszeiten des Buches entsprechend, hat Volk in kühl stilisierten schwarz-weiß Fotos die Landschaften und Städte, die Seume durchwanderte, regelrecht nachgedichtet: faszinierende Erinnerungsbilder aus einer Zeit jenseits von Vergangenheit und Gegenwart.“ DIE ZEIT

 

Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung: 15.8. • 18:30h
16.8. - 27.9.2009 • tägl.: 10:00h – 21:30h Eintritt frei!

 

ZINKEN - Bildsprache der Fahrenden und Vagabunden
Linoldrucke & Objektbilder von Uli Natterer

Ein fasst vergessenes Kulturgut

ZINKEN, grafisch-optische Bildzeichen, dienten als Hinweise an Mauern, Zäunen, Wegkreuzungen, Bäumen etc. und waren schnell entzifferbare Informationen für „Eingeweihte“. Die Bildsprache der Fahrenden, Vagabunden und Bettler. Eine kulturelle Errungenschaft der Armen, ein fast vergessenes Kulturgut. Meist handelte es sich um Zeit- oder Ortsmitteilungen, Richtungsangaben sowie Daten zu Reisewegen von Fahrenden, erkennbar an den „Kundenwappen“. Ein Geheimcode für „Kundige“, ein Kommunikationsmittel für verschlüsselte Botschaften, dass den „armen“ Leuten zum Überleben diente. Allgemeine und besondere Hinweise sowie Warnungen, nicht nur vor bissigen Hunden und lauernden Polizisten, auch Tipps, wo es was zu holen gab, wurden meist brüderlich-solidarisch weitergegeben. Obwohl die ZINKEN von zeichnerisch Ungeübten entwickelt wurden, beinhalten die differenzierten Symbole ein beachtliches kreatives Potential. Durch ihren hohen Grad an Abstraktion sind diese geometrischen „Gebrauchsbilder“ durchaus mit den im 20. Jahrhundert von Grafikdesignern entworfenen Piktogrammen vergleichbar.

Zur Eröffnung spricht Prof. Kurt Weidemann und Ute Kumpf

 

Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung: Fr 29.5.; 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 29.5. - 26.7.
tägl.: 10:00 - 21:30 Uhr

 

BUNKERbiotop: der Marktplatzbunker in Stuttgart
ein verborgener Ort wird sichtbar.

Photos von Werner Lorke
erschienen in der edition esefeld & traub

Erst 1997 verschwand mit dem sogenannten „Glashäusle“ über einem der beiden Eingänge der letzte, nach außen noch sichtbare Rest des Marktplatzbunkers.
Nach der Nutzung als Tiefbunker (1941-1945) war in den Räumen  von 1945 bis 1985 das „Hotel unter dem Marktplatz“ untergebracht.
Wiederentdeckt haben dieses unterirdische Bauwerk knapp 20 Jahre später der Architekt und Stadtplaner Jörg Esefeld aus Stuttgart, sowie der Physiker und Fotograf Werner Lorke aus Frankfurt am Main.  Aus der Zusammenarbeit  wurde ein ungewöhnliches interdisziplinäres Projekt:
Neben einer umfangreichen Fotodokumentation entstand die gemeinsame Publikation „BUNKERbiotop - im Bunkerhotel unter dem Marktplatz in Stuttgart“ (2006 in der Stuttgarter edition esefeld & traub erschienen).

Die im Theaterhaus gezeigte Ausstellung zeigt die Fundstücke dieser Expedition in die Unterwelt Stuttgarts.
Großformatigen Fotos von Werner Lorke beleuchten diesen skurrilen Ort im Herzen der Landeshauptstadt.
Die mit Tapeten und Leuchten aus den 1960-70er Jahren ausgestatteten, durchgehend fensterlosen Räume existieren noch heute.
Im Lauf der Jahre haben sich auf Wänden und Einrichtungsgegenständen wuchernde Schimmelpilzkolonien gebildet, durch die im Zusammenspiel mit den Schriftresten aus der Bunkernutzung sowie der Überlagerung mit den Tapeten- und Lampendekors eine vielschichtige Formenvielfalt entstanden ist.
Die historischen, architektonisch-städtebaulichen Zusammenhänge, die das Entstehen des BUNKERbiotops in Stuttgart ermöglichten, und deren mikrobiologischen Voraussetzungen werden anhand der ausliegenden Bände erläutert.

 

 

Weitere Informationen
Vernissage: 5.4. 11:00 Uhr
Ausstellung vom 6.4.09 -­ 24.5.09
Täglich geöffnet von 10.00 -­ 21.30 Uhr

 

Luitgard Borlinghaus geb. Arnegger: Restrospektive
Skulpturen und Bilder

Die Malerin und Bildhauerin Luitgard Borlinghaus / geb. 1936, lebt und arbeitet in Angelbachtal im Kraichgau, studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und München, ist Mitglied der Heidelberger Künstlergruppe 79, des Künstlerbunds Rhein-Neckar sowie des Bunds Bildender Künstler BBK Heidelberg. 1986 stellte die Künstlerin in Bangkok aus, 1987/88 im Grand Palais in Paris, 1989 waren ihre Linolschnitte in Tiflis, Georgien, zu sehen. Es folgten zahlreiche Ausstellungen: im Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen, im Forum für Kunst Heidelberg, in Montpellier und bei der „IV. International Biennale of Drawing“ in Pilsen.

 

Weitere Informationen
Vernissage: 4.2. 18:30 Uhr
Ausstellung vom 4.2.09 -­ 31.3.09
Täglich geöffnet von 10.00 -­ 22.00 Uhr

 

Fridhelm Volk: Moskau -­ Peking
Mit der Transsibirischen Eisenbahn

EIN GEFÜHL VON UNENDLICHKEIT

Zwei Kontinente ziehen am Abteil vorbei, eine endlose Folge von weiträumigen, meditativen Bildern. Die Bahnstrecke ordnet sie, Leitmotiv ist die privilegierte Perspektive des Zugfensters. Mitunter erinnern sie in ihrer Ästhetik an Edward Hopper. Fridhelm Volk hält flüchtige Stimmungen fest, erzählt en passant Geschichten aus der Mitte von nirgendwo, überschreitet die Grenzen von Zivilisation und Wüste. Gedämpfte Töne und sparsam-bunte Akzente prägen seine Fotos einer Reise von Europa nach Asien, bei der der Weg tatsächlich das Ziel ist.


FRIDHELM VOLK

Der Fotograf und Dozent, Gründungsmitglied des BFF (Bund Freischaffender Fotodesigner) arbeitet v.a. in den Bereichen Kultur, People, Reportagen, Reisen und Food. Er ist Mitglied des Verbandes Bildender Künstler und Künstlerinnen Baden-Württemberg (VBKW) und der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh). Zu seinen Ausstellungen zählen u.a. „Wege“, „Strandland“ und „Auf den Spuren von J. G. Seume“, wo er den Weg des sächsischen Fußreisenden nach Syrakus in zeitlos schönen Schwarzweißbildern nachzeichnete.

 

Weitere Informationen
Vernissage: Samstag 13. Dezember 18.00 Uhr
Ausstellung vom 13.12.08 -­ 31.1.09 Täglich geöffnet von 10.00 -­ 22.00 Uhr

 

Ute Dreher
Eitempera- und Ölbilder

Einführung: Georg Wolpert, Musik: Cornelius Fück - Sitar

Spielend vermessen
wir Gesetze der Liebe
sammeln uns

flüchtig komm erklär mir
die Farben die Blicke den Tag

(Dô Chiwaré)

 

Die Farben ... ich heiß sie willkommen

Den Himmel öffnen ... mit Coelinblau

Das Motiv ... ein Vorwand
Unscharf und durchsichtig ... die Gegenstände.

Du

Ich will es so:
Das Gespräch der geschiedenen Dinge

 

Weitere Informationen
Eröffnung: So 26.10., 11:00h
Ausstellungsdauer: 23.10. - 7.12., täglich von 10:00h bis 21:30h im Foyer des Theaterhauses

KONTAKT: ute.dreher@gmx.de

 

Silvia Menzel
Ölbilder und Holzschnitt

Die Ausstellung bietet einen thematischen und bildnerischen Querschnitt durch Arbeiten aus 10 Jahren

Ihre Inhalte umkreisen vor allem, direkt oder verschlüsselt, weibliches Befinden und Empfinden. Dies lässt sich in den Werkgruppen der Ölbilder und Holzschnitte ablesen, welche die Künstlerin zusammengefasst präsentiert.
Am deutlichsten manifestiert sich das Frauenthema in der Gegenüberstellung von Frauen in der Burka und Frauen in aktueller, westlicher Kleidung. Der Entindividualisierung durch den Schleier steht gleichsam das uniformierende, modische Diktat gegenüber, dem freiwillig bis in die Haltung hinein stattgegeben wird. Beide Gruppen betrachten einander und scheitern wohl in ihrem gegenseitigen Verständnis, da sie die unterschiedlichen Codes nicht zu entschlüsseln vermögen.
Aktzeichnungen, Portraits und Landschaftsbilder flankieren diesen kurz skizzierten Schwerpunkt des inhaltlichen Spektrums. Formal ist die Bildsprache von Silvia Menzel stark durch die Techniken bestimmt, die sie für sich favorisiert, die Ölmalerei und den Holzschnitt. Ihre Pinselschrift wechselt zwischen lasierender Nuancierung in vielen transparenten Schichten  und zupackendem pastosem Strich, die Konturen kräftig betonend, große Fläche strukturierend. Es entstehen realistische, teilweise leicht expressiv betonte Abbilder ihrer Wirklichkeit, in malerisch reicher Farbigkeit. Die Expressivität  nimmt bei den Holzschnitten zu, das Medium legt ja die pointierende Abstraktion nahe und Silvia Menzel  setzt sie zusammen mit einer großen Lust  am Dekorativ-Ornamentalen souverän ein. Der große, sensible Farbreichtum der Holzschnitte besticht zudem besonders, er resultiert aus dem sehr individuellen Verfahren, das Silvia Menzel für sich entwickelt hat, auf ganz experimentellem Wege. Als Druckträger verwendet sie Leinwand und Seide, bzw. Seide, auf Leinwand geklebt. Die Leinwand- und/oder Seidenoberfläche bedingt überraschende Mischungen und Übergänge, alles zusammen vereint sich zu einem besonderen visuellen Genuss.

 

Weitere Informationen
Eröffnung: So 7.9., 18:00h
Ausstellungsdauer: 7.9. - 18.10., täglich von 10:00h bis 21:30h im Foyer des Theaterhauses

 

Fotoausstellung: Moskau - New York
Urbane Archäologie 1959 - 2006

Weltstädte sind verdichtete Lebensräume. Neben Banalitäten stehen soziale Bühnen und Sprungschanzen,  liegen architektonische Repräsentier- und Experimentierfelder. Sie beherbergen die Schätze von Generationen und die Archive der Vergangenheit.  Und sie sind Orte für Projektionen und Hoffnungen auf eine bessere Zukunft. Selten wird dies dem europäisch geprägten Auge so deutlich, wie in den beiden Metropolen Moskau und New York. Die farbigen und schwarz-weißen Bilder der Ausstellung - über einen Zeitabschnitt von fast 50 Jahren von vier verschiedenen Fotografen aufgenommen – halten Eindrücke aus den beiden Antagonisten der politischen Zeitläufe bereit. Die  Mischung aus Architektur -, Street- und Dokumentationsfotografie zeigt Orte und Szenen, deren historische Gemeinsamkeiten oft unerwartet und deren noch vorhandene Gegensätze vielfach auf dem Wege der Auflösung sind.

Die Ausstellung  zeigt Arbeiten der Fotografen
Dieter Oppermann, New York 1959 – 1960
Jörg Esefeld, Moskau  1986 – 1988
Werner Lorke, New York 1984 – 2001
Sascha Neroslavsky,  Moskau  2000 – 2006

 

Weitere Informationen
Vernissage: Do 26.6., 19:00h
Ausstellungsdauer: 27.6. – 31.8.2008 im Foyer des Theaterhauses
Täglich: 10:00h bis 21:30h

 

Elke Stolzenberg
Fotoshootings 1957 - 2007

Elke Stolzenberg arbeitet in jungen Jahren 7 Jahre freiberuflich als Fotografin in San Francisco, New York und New Orleans in den Bereichen Mode, Sport, Architektur, Tanz und Theater. Vorübergehend nimmt sie ein festes Engagement bei der Zeitschrift „San Francisco Examiner-Pictorial Living“ an.

Ein eigenes Fotostudio in San Francisco gehört ebenso zu ihren USA-Jahren, wie der Flamenco-Unterricht bei Ciro und Rosa Montoya. Folgerichtig übersiedelt sie nach Spanien, arbeitet dort ebenfalls als Fotografin und lernt weiter Flamenco-Tanz bei Maria Magdalena, Estrella Morena und José Granero. Sie wird Tänzerin (Flamenco und klassischer spanischer Tanz). Es folgen Auftritte als Solistin und eigener Gruppe in Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Venezuela, usw. Sie erhält zahlreiche Preise als Tänzerin, wirkt in Filmen und TV-Produktionen mit und publiziert
4 Bücher über den Flamenco.
Die Fotografie bleibt ihre Passion, zahlreiche internationale Preise sind der Lohn. Fotoausstellungen beim Goethe-Institut, Madrid; dem University Art Museum Albuquerque, New Mexico; Teatro Rivoli Oporto, Portugal; dem Cowell Theatre, San Francisco; beim Gruner und Jahr Verlag, Hamburg; usw. folgen.
Elke Stolzenberg lebt abwechslungsweise in Spanien und im schwäbischen Schorndorf.

 

Weitere Informationen
Vernissage So 4.5., 17:00h

 

JÖRG BECKER - 2003 - 2008
5 Jahre Theaterhaus Pragsattel

Der Fotograf Jörg Becker begleitet das Theaterhaus seit vielen Jahren.

Tausende von Fotos aus der Zeit des ersten Theaterhauses in Stgt.-Wangen müssen noch gesichtet werden, da war die Arbeit an den ersten 5 Jahren im neuen Haus fast schon ein Bummel durch die Zeit vom 29. März 2003 bis heute.
Dieses Flanieren durch die Zeit ist auch die dramaturgische Konzeption dieser Ausstellung. Es werden Gesichter, Geschichten, Situationen zu sehen sein, die bei jedem unserer Besucherinnen, bzw. Besucher Erinnerungen
wachrufen: Glückliche und Nachdenkliche, Gute und Schlechte, was auch mal vorkommen kann.

Wir danken dem Vorsitzenden des Theaterhaus-Fördervereins, Heinz Frank, für seine großzügige finanzielle Unterstützung, diese Ausstellung zu realisieren.

 

Weitere Informationen
Vernissage: Karfreitag 21.3.08, 17:00 Uhr

 

SILKE SCHWAB und YVONNE DIETERLE
roadtrip

Silke Schwab und Yvonne Dieterle präsentieren eine kompakte Auswahl von Arbeiten aus den Jahren 2006/7 sowie aktuellen Arbeiten von 2008. Photographie als gemeinsames Bindeglied aber auch Zeichnung, Druckgrafik und Photoobjekt sind zu sehen. Sie beziehen unter den Schwerpunktthemen Wahrnehmung und Beobachtung, Innen und Außen, Ort der Kontemplation und Bewegung ihre individuellen photographischen Positionen. Mit diesen begeben sie sich auf die Reise, und forschen auf unbekannten Wegen zum einen in Südamerika zum anderen in Südkorea. Die photographischen Erfahrungen dieser beiden so verschiedenen >> roadtrips << werden  in dieser gemeinsamen Ausstellung sichtbar.

Austellungseröffnung: 10. Februar., 17:00
Austellungsdauer: 10.2. - 16.3.

 

PLAKATE KLASSE TROXLER

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der Plakate die in der Klasse Professor Niklaus Troxler an der Staatlichen Akademie der Bilden Künste Stuttgart im Fachbereich Kommunikations-Design entstanden sind. In der Fachklasse Niklaus Troxler studieren Studenten vom fünften bis zwölften Semester gemeinsam mit dem Schwerpunkt Plakatgestaltung und Illustration.

Viele der ausgestellten Plakate erhielten nationale und internationale Auszeichnungen bei renommierten Wettbewerben. So erhielten in den letzten sieben Jahren fünfundvierzig Arbeiten eine Auszeichnung beim jährlichen Wettbewerb „100 Beste Plakate“. In der Ausstellung werden ca. 200 Plakate von allen Studenten aus der bisherigen Lehrzeit von Professor Niklaus Troxler zu sehen sein.
Der Katalog zur Ausstellung ist an der Kasse des Theaterhauses erhältlich.

 

Weitere Informationen
Eröffnung: Sonntag, 2.Dezember, 17 Uhr
Laufzeit: 3.12.2007 - 30.01.2008

 

demenz art
Kunst von Menschen mit Demenz

Die Kunst von psychisch Kranken hat sich bereits vor Jahrzehnten einen festen Platz in der Kunstwelt und -geschichte erobert. Dass aber auch Menschen mit Demenz in der Lage sind, über künstlerisches Tun neue Ausdruckmöglichkeiten zu entwickeln und eindrucksvolle Kunstwerke zu schaffen, war bisher wenig bekannt. In der Ausstellung demenz art kann man sich nun genau davon überzeugen. In ihr sind Arbeiten demenziell veränderter Menschen aus ganz Deutschland und aus Italien zu sehen.
Dem Initiator, der Werkstatt Demenz e.V.,  ging es dabei nicht um "Produkte" aus klassischer Beschäftigungstherapie. Alle Arbeiten sind vielmehr als Ergebnis eines freien künstlerischen Prozesses entstanden. Dies macht ihre spezielle Wirkung auf den Betrachter und ihre hohe Qualität aus.
In der demenz art kommen Grafik, Malerei, Plastik und Objekte zur Ausstellung. Die Arbeiten der Menschen mit Demenz, die zuvor nie etwas mit bildender Kunst zu tun hatten, demonstrieren die ganz spezifische Ausdrucksqualität ihrer Schöpfer und verblüffen nicht selten durch eine Analogie zu den Werken anderer zeitgenössischer Kunst. 
Die demenz art wurde erstmalig im Jahr 2006 in Berlin gezeigt. In Stuttgart wird sie gemeinsam von der Werkstatt Demenz e.V., der Demenz Support Stuttgart GmbH und dem Büro für emotionales Marketing präsentiert.
Zu der Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

Weitere Informationen
3.10.–27.11.07

 

Rohstoff „Punk – beweg deinen Arsch! Es ist für dich.“
von Lucja Romanowska

Momentaufnahmen aus den Jahren 1999 – 2007

Sich so gut es geht der kapitalistischen Verwertungslogik entziehen. Lieber im Bauwagen leben, als die Lebensfreude einem Bausparvertrag zu opfern. Lieber an Bier und Zigaretten zugrunde gehen, als botox-erstarrt und fitnessgestählt den lachhaften Versuch zu unternehmen, der Müllhalde Senioren-Stift zu entkommen. Eine chronische Schuppenflechte auf der sterilen Haut der Wohn- und Einkaufswaben. Seit fünfundzwanzig Jahren totgesagt, aber noch immer quicklebendig. Punkrock eben.Rebellion und Attitüde – laut und räudig, lustbetont und gewaltbereit. Ausnahmsweise einmal nicht dokumentiert aus der Perspektive des Zoobesuchers sondern aus der des Rudels selbst.
Die Nächte unter Brücken oder in besetzten Häusern, der Stress mit der Staatsgewalt, die Trinkgelage, die Konzerte, das frühe Sterben von Freunden – wer das wie Lucja Romanowska beinahe ein Jahrzehnt lang aus nächster Nähe miterlebt hat, könnte leicht der Versuchung erliegen, jedwede Distanz zu verlieren. Dass dies nie geschieht, dass sie im Gegenteil selbst in der vermeintlich vertrauten Umgebung noch Anzeichen einer alles durchdringenden Entfremdung ausmacht, das ist die Stärke dieser Fotografie.

 

Weitere Informationen
Eröffnung: 5.8., 17:00 Uhr
5.8–23.9.07

 

"Auf der Jagd"
Fotoarbeiten von Simone Eckert

Simone Eckert, geb. 1978, studiert seit 2002 Freie Kunst an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, u. a. bei Prof. Hewel und Prof. Jankowski.

Inszenierte Fotografie ist gekoppelt mit dokumentarischer Fotografie, in der Räume festgehalten werden, die schon kurze Zeit später nicht mehr da sind. Die schwarzweiss Fotografien reduzieren erzählerische Abläufe auf einzelne Bilder, die Momente der Ambivalenz hervorrufen, und einen Einblick sowohl in den privaten wie auch den öfffentlichen Raum gewähren. Die Zeit steht nicht still. Zeit, Veränderung und Abschied sind präsent in den Fotografien dieser Abrissgebäude.

Einen Kontrast bilden die farbigen, grellen Vergrößerungen verschiedener Süßigkeiten, vom Supermarkt um die Ecke bis nach Indien, China und in die USA, sie hinterlassen auch ohne gegessen zu werden ein positives Gefühl. Simone Eckert beleuchtet hier zwar den Alltag von seiner süßesten Seite, aber sie zeigt uns zugleich auch Dinge, die wir noch nie bewußt gesehen haben, wie z.B. Fruchtgummisoldaten, in Lollis eingegossene Käfer oder indische Sweeties, die wie serielle Kunstwerke aussehen. Erstaunlich wie diese kleinen Leckereien vergrößert und in den Fokus unserer visuellen Aufmerksamkeit gerückt, plötzlich ein Eigen-Leben offenbaren.

 

Weitere Informationen
Eröffnung: So. 10. Juni 07 – 17.00 Uhr

Einführung: Prof. Dr. Tilman Osterwold
Musik: Aki Friedrich (Saxophon)

Ausstellung: 10. Juni – 28. Juli 2007, täglich 10 – 21.30 Uhr
Kontakt: SimoneE@gmx.de

 

WOLFGANG EHEHALT
Alte und neue Arbeiten

Wolfgang Ehehalt, geb. 1939, studierte von 1968-1973 an der staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart und ist seither als freischaffender Künstler tätig. Er gilt als Verwandlungskünstler; von seinem Markenzeichen, die Fliege, über die Verwendung von Fundsachen und Abfällen bis hin zu Brechtsche Zeilen - so gut wie nichts ist vor Ehehalts Experimentierfreude sicher. Er setzt sich in seinen Arbeiten stets kritisch und mit einem kräftigen Schuss Ironie, mit seinen Mitmenschen, der Gesellschaft sowie dem Essen und Trinken auseinander.

Der bekannte Literatur- und Medienwissenschaftler, Autor und Künstler Reinhard Döhl sagte über Ehehalts Gesamtwerk, dass dies ein Werk sei, „dem Avantgarde stets Wurscht war, ein Werk, das sich den Luxus einer kontinuierlichen Entwicklung geleistet hat.“

 

Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung So 15.4., 17.30h
Ausstellungsdauer So 15.4. - Do 31.5.07

 

Nirgendwo und überall zu haus

In den vergangenen Jahren reiste Martin Doerry quer durch Europa und Amerika, um mit Menschen zu sprechen, die der Vernichtung durch die Nationalsozialisten knapp entkommen sind. Sie gehören zu den letzten Repräsentanten einer untergegangenen Welt des europäischen Judentums, und sie legen hier eindrucksvoll Zeugnis ab über ihre Geschichte, ihren Kampf ums Überleben und darüber, was es für sie bedeutet, Jude zu sein. Die SPIEGEL - Fotografin Monika Zucht begleitet die Texte mit ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Porträts.
Martin Doerry, geboren 1955, ist promovierter Historiker und studierte in Tübingen und Zürich. Seit 1998 ist er Stellvertretender Chefredakteure des SPIEGEL. Monika Zucht, geboren 1945, war von 1969 bis 2006 Fotografin für Titelbilder und Reportagen im SPIEGEL – Verlag Eine Ausstellung der Deutschen Verlags-Anstalt und des SPIEGEL-Verlag

 

Weitere Informationen
Eintritt: Eintritt frei!

Ausstellung:
26.2.07 – 24.3.07
täglich von 10.00h bis 21.30h geöffnet