ECLAT Konzert 5: Kammerkonzert

Klavierduo Yukiko Sugawara und Tomoko Hemmi
Quatuor Diotima

Die klangliche Konfrontation und Verschmelzung zweier unterschiedlicher, in sich homogener Klangapparate spielt bei ECLAT immer wieder eine Rolle. Drei Preziosen autonomer Musik erklingen im ersten Teil des Abends, der mit der künstlerischen Begegnung der beiden Ensembles eröffnet. Danach sind beide „im Original“ zu erleben, bevor im zweiten Teil das Streichquartett sich allmählich erweitert: zunächst durch eine abstrakte Videokomposition von Joanna Bailie, dann durch Mauro Lanzas elektronische Präparation der Streichinstrumente mit einer Referenz an die digitale Gründerzeit – eine Hommage an obsolete und überholte Technologien und an die dunkle Zukunft, die die „Cyberpunk“-Science Fiction der 80er Jahre vorhersagte.

Den Schlusspunkt als ideale Überleitung zum Musiktheater des Abends setzt Helmut Lachenmann ebenfalls mit einem Rückgriff „auf jene Floskeln, an welche die moderne Zivilisation in ihrer täglichen ‚Gebrauchsmusik´ nach wie vor sich klammert“.